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Wer mehr als drei Tage an der frischen Luft verbringt, weiß, dass dafür wesentlich mehr Gerödel benötigt wird. Vor allem, wenn alle das Gleiche anhaben, bedeutet das meist, dass viel mehr mitgenommen wird. Um dann beim großen Marsch alles halbwegs gut transportieren zu können, muss ein großer Rucksack her. High Ground Gear hat genau das Richtige für euch, den Summit 5 Pack. Dieser Fünftages-Rucksack hat ganz viel zu bieten. Wir sind in die Berge gegangen – Video oben – und haben ihn genau unter die Lupe genommen.

Zuerst einmal eine Übersicht über die technischen Details:

  • 500D Cordura/YKK Zippers
  • MIL-W-17337 MILSPEC Webbing
  • Leichter, starrer Rahmen
  • gezippte Kabelkanäle im Schultergurt
  • Wasserblasenfach
  • Quick Release Hüftgurt
  • Internes PALS Panel
  • 74 Liter Gesamtvolumen; 59 Liter im Hauptfach und 4 x 3,7 Liter in den Seitenfächern
  • Wendebare Regenhülle Coyote/Signalrot
  • Leergewicht von 3,75 kg

Das was wir oben am Rücken des Mannes sehen, hat bei uns den Spitznamen „Große Wolke“. Was gleich auffällt,  ist allerdings das schlanke, glatte Design des Rucksacks. An der Außenseite finden sich nur am Deckelfach PALS Schlaufen, sonst nirgends.

Von vorne sieht man eigentlich nur die Schulterriemen und und den Beckengurt. Beide sehr komplex aufgebaut, wir stellen sie euch im Detail noch vor.

Das sind die besagten PALS Schlaufen. Vier Reihen zu je sechs Schlaufen bieten euch zusätzlichen Platz an dem schon sehr voluminösen Summit 5 Pack.

Im Deckel befindet sich noch ein gezipptes, flaches Fach, in dem Karten und ähnliches im A5-Format gut Platz finden.

Zum Rücken hin gibt es einen gekletteten Durchgriff in das Hauptfach. Wenn ihr im Summit 5 Pack ein Funkgerät transportiert, könnt ihr hier Antennen und Kabel durchführen.

Der Tragegriff hält, was er verspricht und kann an den Rahmen geklettet werden, damit er nicht stört, wenn er nicht gebraucht wird.

An den Seiten liegen jeweils zwei kleinere Taschen übereinander. Wobei klein ist auch relativ, denn sie messen 12 x 20 x 10 cm (B x H x T) und fassen laut Hersteller rund 3,7 Liter.

Diese Taschen eigenen sich zum Beispiel perfekt für eine 1 Liter Nalgene inklusive Trinkbecher. Durch die Positionierung der Zusatztaschen an der Seite verlagert sich der Schwerpunkt Richtung Körper und der Summit 5 Pack lässt sich leichter tragen.

Die Nalgene verschwindet Komplett in der Seitentasche. Auch Gaskocher, Regenponchos und Unmengen von Nahrung fühlen sich in ihnen wohl. Werden sie nicht befüllt, können sie dank der durchdachten Platzierung der Kompresionsriemen einfach flach verkleinert werden.

An der Unterseite wurden zwei Riemen Platziert, durch die die Tiefe des Rucksackes angepasst werden kann.

Auch findet ihr hier einen Eingriff in das Hauptfach …

… und die mitgelieferte Regenhülle hat hier in einem eigenen Fach Platz gefunden. Die Hülle ist in Coyote Brown gehalten und kann auf Signalrot gewendet werden. Sehr praktisch. Das Raincover ist übrigens sehr geräumig bemessen, damit es immer über den Summit 5 Pack passt.

An der Vorderseite liegen noch zwei gezippte Fächer für flache Gegenstände.

Appropos Reißverschlüße. Die kommen alle von YKK und sind mit Zipperpulls aus einer speziellen, griffigen Schnur versehen.

Beim Summit 5 Pack handelt es sich um einen ganz klassischen Toploader mit Schmutz-/Schneeschürze und zwei Kordelzügen. So kennt man das ja schon vom good old ALICE Pack. Wir lieben es.

In die Schneeschürze ist natürlich ein weiterer gekletteter Durchgriff eingearbeitet, sonst würde der Durchgriff im Deckel ja nichts bringen.

Siehe da, hier versteckt sich ein Funkgerät, zwar nur ein kleines aber ihr versteht worum es geht.

Der Blick ins Innere. Am oberen Ende erkennt ihr das kleine Funkgerät. Der Summit 5 Pack bietet euch an der Rückenseite insgesamt 8 x 9 PALS Schlaufen, also mehr als genung um die Ausrüstung etwas organisierter unterzubringen.

Hier zum Beispiel eine eher kleine Beladung. Das Wasser und die Verpflegung haben wir nicht mit bebildert, aber das nimmt nochmal so viel Platz ein.

Um das doch recht schwere Gewicht gut tragen zu können, ist es sehr wichtig, dass der Rucksack ein gutes Tragesystem aufweist. Das hat der Summit 5 Pack zum Glück. Im Bild erkennt ihr auch mittig gut den Reißverschluss des Wasserblasenfachs.

In der Tiefe trägt der Summit 5 Pack nicht sonderlich auf. Durch das kluge Design liegt der Schwerpunkt auch sehr nahe am Körper. Hier beim Einstieg in den Wald zeigt sich der Rucksack zwar groß, aber er trägt sich extrem wendig und hat ein schmales Profil.

Das zeigt sich bei Weg durch enge Stellen und auch Bäume. Der Summit 5 Pack ist su schmal wie die Schultern seines Trägers, das hätten wir ihm fast nicht zugetraut. Zusammen mit dem idealen Rücken- und Riemensystem macht ihn das extrem wendig, trotz militärisch unbescheidener Größe.

Der obere Teil des Fachs im Detail. Eine große Öffnung für den Schlauch und die Möglichkeit die Trinkblase mit Klett zu fixieren.

Jeder hasst umherbaumelnde Schläuche und Kabel. High Ground Gear hat hier mitgedacht und bietet euch ein komplett gezipptes Kabelfach an den Schultergurten. Es stehen euch drei Ausgänge zur Verfügung. Ein wirklich tolles Feature.

Die Schultergurte sind rund 7 cm breit und  1,5 cm dick gepolstert. So lassen sich auch große Lasten aushalten.

Nun aber zurück zum eigentlichen Tragesystem. Im Rucksack ist ein leichter Metallrahmen verbaut, der den Summit 5 Pack aussteift und die Last gut zum Beckengurt weiterleitet. Wir haben all unsere Paintskills zusammengekratzt um euch die ungefähre Form des Rahmes präsentieren zu können.

Die Konstruktion ist mit dem Rucksack verschraubt und vernietet, und er kann nicht zerstörungsfrei ausgebaut werden. Deshalb unser Rückgriff auf Paint.

Der Beckengurt dürfte unseren Lesern bekannt vorkommen. Er ist im Prinzip der Gleiche wie beim High Ground Gear HG 3 Day Pack  – bei uns im Review – und bietet euch die selbe Funktionalität.

Das bedeutet, zum Festzurren muss nicht nach hinten, sondern nach vorne, beziehungsweise zur Seite gezogen werden. Das ist Anatomisch und bei schwerer Beladung wesentlich einfacher, als das klassische nach hinten ziehen.

Auch kann der Summit 5 Pack schnell abgeworfen werden. Sidebuckles lösen, den ausgesteiften Gurt etwas nach hinten schieben, Arme aus den Schultergurten befreien, …

… abknien, und schon rutscht der große Rucksack zu Boden. Im Video könnt ihr das ganze gut in Aktion sehen. Das Feature ist natürlich wichtig für den Ernstfall: wenn es knallt, geht der Rucksack vom Mann, der so schnell beweglicher wird, der integrierte War oder Battle Belt bleibt aber am Mann.

Der große Vorteil dieses patentierten Systems ist, dass der Hüftgurt als Battle Belt genutzt werden kann, da er am Körper bleibt. Der Gurt bietet euch an beiden Seiten je 5 PALS Schlaufen in drei Reihen die aber dicht an dicht liegen. Magazintaschen und Holster aller Länder können somit einfach aufgeschlauft werden.

An der Rückseite des Beckengurtes  gibt es keine PALS Schlaufen, aber es kann der Rückenteil des Gurtes vom High Ground Gear HG 3 Day Pack eingeklickt werden. Dieser müsste aber seperat erworben werden. So findet ihr hier nur den Hüftpolster.

Der Polster ist gute 3 cm dick und erfüllt seinen Zweck mehr als gut. Wer ihn nicht will, kann ihn auch abkletten.

Wo wir gerade über Polsterung sprechen, die Rückenpolstererung ist bei dem Summit 5 Pack auch sehr schön gelöst. Jeweils links und rechts des Wasserblasenfachs sind Schaumstoffwürste eingeschoben. Sie haben einen Durchmesser von 5 cm und sind gute 30 cm lang.

Sie kommen am Rand eures Rückens zu liegen und dadurch rutscht der Rucksack fast gar nicht. Der Summit 5 Pack ligt so gut am körper an, wie kaum ein anderer Rucksack. Es ist fast so, als ob er mit eurem Körper verschmilzt.

Auch wenn ihr einen Plattenträger verwendet, trägt sich der Pack gleich angenehm wie ohne Schutzweste.

Der Beckengurt Battle Belt sitzt von der Höhe perfekt und die Schultergurte Drücken auch nicht. Zumindest ist das bei einem JPC so, der sehr dünne Schultergurt aufweist. Bei dicker gepolsterten Plate Carriern kommt es natürlich auch hier zum klassichen Schultergurte Problem. Der Summit 5 Pack trägt sich aber auch dann noch sehr angenehm.

Eine SAPI Platte, das Kernelement des Plattenträgers. Zur besseren Darstellung haben wir sie aus ihrer Hülle befreit.

Der Summit 5 Pack trägt auch nämlich mit Panzerung so gut, weil die SAPi Platte genau zwischen der Rückenpolsterung zu liegen kommt, und die Rückenplatte somit umschließt. Hier hat High Ground Gear eine wirklich gelungene Lösung für das Rucksack-Plater-Carrier-Problem gefunden.

FAZIT: Ein wahrlich sehr durchdachter und gut entworfener Fünftages-Rucksack. Trotz seines beachtlichen Volumens  von fast 75 Litern trägt er kaum auf. In der Breite ragt er nicht über die Schultern hinaus, das minimiert das Risko des Hängenbleibens. Auch das ausgetüftelte Hüftgurtsystem hat uns sehr überzeugt. Das Tragesystem ist bis jetzt eines der besten, das wir getestet haben, vor allem in Kombination mit einem Plate Carrier. HIER das Review-Video auf Youtube, sieht man das gute Stück in Bewegung. 

Erhältlich ist der Summit 5 Pack direkt bei High Ground Gear für 755,95$ exkl. versand in Multicam, Ranger Green, Coyote Brown und Schwarz.

HIGH GROUNF GEAR im Internet: highgroundgear.com

Und er bewährt sich ganz groß auf Tour …