Wir alle haben die Abkürzungen mil und MOA schon oft gehört, vor allem im Zusammenhang mit Zielfernrohren. Aber was ist steckt hinter diesen Akronymen? Wir sagen es euch: beides sind Winkelangaben.

MOA steht für Minute of Angle, zu Deutsch Winkelminute, also 1/60 eines Grades. Ein Kreis hat ja definitionsgemäß 360° oder umgerechnet 21.600 MOA. Ein MOA deckt auf 3,44 km Entfernung eine Höhe von 1m ab.

Mil ist die Abkürzung für Milliradiant eine andere Einheit um Winkel zu messen, diese Einheit wird auch als Strich bezeichnet. Ein Milliradiant beträgt rund 1/1000 eines Radiant (rad). Ein rad entspricht dem Winkel, bei dem die Länge des zugehörigen Kreisbogens der Länge des Radius entspricht. Da alles nur Winkel sind entspricht 1 mil = 3,44 MOA. Jetzt kann das lustige Hin- und Herrechnen beginnen.

Der große Vorteil von mil besteht darin, dass 1 Strich (oder 1mil) auf 1 km Entfernung eine Bogenlänge von rund 1 m abdeckt. Dadurch können Entfernenungen einfach mit Hilfe des Strahlensatzes berechnet werden. Ein Winkel ist immer nur das Verhältnis einer Strecke zur Höhe, um das sehr vereinfacht zu sagen. Die Entfernungsberechnung erfolgt in Deutschland nach der MKS-Formel und in Österreich nach der BÜSTE-Formel.

Die Berechnung funktioniert auch mit MOA, aber die Formel ist dann in unseren Breiten nicht mehr ganz so handlich (K = (M x 3,44)/MOA). Die Einheit erfreut sich aber in den USA größter Beliebtheit, da hier 1 MOA auf eine Entfernung von 100 Yards rund 1 Zoll (Inch) entspricht (siehe Aufmacherbild).

Spaß mit Winkeln und Einheiten, so könnte man mil und MOA auch beschreiben. Wer in Metern rechnen will, dem raten wir zu einem Zielfernrohr in Strich beziehungsweise mil.

Wir haben für Euch die neue SPARTANAT Kategorie BASICS eingeführt. Mit dieser stellen wir Euch die Grundlagen vor, von denen ihr immer schon wissen wolltet, wie sie funktionieren.