TYR Tactical gehört zu den nordamerikanischen Ausrüstungsfirmen, die bei uns weniger bekannt sind, dabei haben sie ein sehr gutes und klassisches Angebot. Das Flaggschiff ist der Pico Assaulters Plate Carrier – wir stellen ihn euch in einer speziellen Variante vor, wie sie an die Spezialkräfte der australischen Armee verkauft wurde. Bei Soldier Systems seht ihre den aktuellen Pico vorgestellt.

Der Pico schaut sehr klassisch aus und ist dabei wesentlich vielseitiger als man denken sollt. Hier die frontale Ansicht, teilweise beladen.

Im oberen Bereich ist eine MOLLE Klettfläche, hier haben wir eine PTT befestigt. Patches oder eine MOLLE Pouch gehen aber auch. Nichts Besonderes, sozusagen.

Darunter lauert ein Bauchlade, hier mit einer einer Ten Speed Double M4 Pouch erweitert. Vom Magazin bis zum Flashbang hält die alles und ist so in vielseitiges Ausrüstungsteil.

Die Bauchlade selbst ist flexibel eingeklettet, kann also auch je nach Bewaffnung getauscht werden. Hier sind wir für M4 Magazine vorbereitet.

Die Bauchlade nach oben geklappt. Sie ist nicht fix, sondern wie bei einem AVS System eingeklettet, so kann auch die Lade flott gewechselt und die Beladung an die Mission adaptiert werden.

Über die Schulter reichen gepolsterte Riemen.

Am Rücken sieht man den obligatorischen Bergegriff für den Notfall.

Hier der ganze Rücken in einer Ansicht. Was natürlich auffällt, ist der Zip.

Der Rücken ist nämlich ebenfalls modular gehalten und kann abgezippt werden. In diesem Fall ist es eine MOLLE Fläche, die individuell konfiguriert werden kann, und die mit zwei Handgriffen ausgetauscht ist.

Im Gegensatz zu anderen Carrier, die eine extra Rückenwand haben, ist die getippte Fläche der Rücken, wenn man sie abnimmt, sieht man den hinten eingekletteten Cumberbund.

Den Cumberbund hat TYR besondere Aufmerksamkeit gegönnt. Hier sehen wir vor dem Rücken flexible Elemente eingearbeitet, die dafür sorgen, wenn man ins schnelle Atmen kommt, dem Träger nicht die Luft weg bleibt.

Seitliche Konfiguration links: Der Cumberbund hat es in sich. Das Funkgerät ist mit einer extra Tasche, die vorne eingeklettet wird, eingebunden. Beachte die MOLLE Fläche bzw. Magazintasche.

Der Cumberbund von recht. Schaut von der Konfiguration ganz anders aus irgendwie …

Innen ist das Ganze mit Mesh gepolstert.

Das Geheimnis ist ein modularer Cumberbund. Wer viel Luft am Körper haben will, bestückt ihn nicht. Dann gleicht der Cumberbund einer AirLite Lösung wie beim Crye JPC. Aber der Klett auf den Riemen ist die Besonderheit.

Darauf werden spezielle Elemente angeklettet.

Hier haben wir eines ganz abgelöst und aufgefaltet.

So schaut das umgekehrt aus. Innen Mesh, außen MOLLE. Der Pico ist so am Cumberbund extrem modular, weil auch hier die Elemente mit wenigen Handgriffen ausgetauscht und adaptiert werden können. Und jedes kann anders konfiguriert werden.

Die Dump Pouch hier ist nicht von TYR Tactical, sondern SORD Australia, wir nehmen ihn hier aber im Gesamtpaket schnell mit.  In den Tactical Exploration Dump kann man vor dem Gemächte schön und schnell hineinarbeiten und es hat ein paar eigene Features.

Schlaufen zur Aufbewarung von Dingen zum Beispiel, eine Schließe in der Mitte und in den Loops oben am Rand kann man ein Werkzeug befestigen, etwas ein kleines Brecheisen.

Und wenn man diese Dump Pouch nicht braucht, rollt man sie zusammen und macht sie unter dem Bauch klein.

FAZIT: TYR liefert einen sehr soliden Plattenträger, der vom Aussehen her an nichtmodulare Modelle von Eagle oder LBT erinnert. Dabei ist er in modulares Kraftei, das in punkto Funktionalität mehr in die Klasse Crye spielt.

Den TYR Tactical Pico Assaulters Plate Carrier gibt es direkt bei TYR um 749 Dollar. Dazu ist auch jede Menge an modalerem Zubehör zu sehen. 

TYR Tactical im Internet: www.tyrtactical.com

Special THX an Longshot! 

So wird der Pico bei den Australiern – u.a. SASR, 2nd Kommando und TAG East – verwendet. Unten ein paar Fotos vom TYR Pico im Einsatz bei australischen Spezialkräften: