Von Zeit zu Zeit braucht man einen neuen Helm. Der hier kommt ganz frisch über den großen Teich und ist bei ACTinBlack gelandet. Die sind ab sofort die Vertretung für MTEK aus den USA und bedienen Europa, Afrika und Asien. Und uns: wir haben den MTEK Flux Carbon in die Hand bekommen, um uns den Helm einmal zu Gemüte zu führen. Neben dieser Variante aus leichtem Karbon – der gesamte Helm hat 0,9 Kilo wobei 0,34 auf die Carbon Shell fallen – gibt es natürlich noch und vor allem den Ballistic, also den vollwertigen Militärhelm für den ballistischen Schutz.

Auf den ersten Blick kann man zwischen Carbon und Ballistic die Unterscheidung treffen: der eine hat Löcher im Helm. Wobei, so ganz stimmt das nicht, es gibt auch einen Carbon-S, der geschlossen ist und die komplett gleiche Helmform hat wie der Ballistic. Carbon-V ist die Variante im Bild.

Der Helm, so der Hersteller MTEK, ist „Ergebnis einer mehrjährigen Design- und Entwicklungsarbeit“ für ein fortschrittliches, modulares Helmsystem: „Das Wort FLUX ist ein Akronym für Future, Lightweight, Undercut, eXpandable und leitet sich vom lateinischen fluxus ab, was ‚flow‘ bedeutet. Jeder Aspekt des FLUX hat einen sehr spezifischen und bewussten Zweck unter Beibehaltung der Designkontinuität – alles ‚fließt‘ zusammen.“ Oberflächlich mag der MTEK Helm wie ein Standardhelm erscheinen, aber wenn man ihn genauer anschaut, erkennt der Betrachter, dass dieser Helm einzigartige Features hat.

Das fängt mit der Rail an. MTEK hat als erster Hersteller umgesattelt und eine M-LOK Rail produziert. Dieser Montage-Standard setzt sich in den USA extrem schnell durch, nachdem NSW Crane im Feldtest M-LOK als besser als KeyMod bewertet hat.

Die Helmschienen bieten am FLUX-Helm Platz für eine endlose Auswahl an möglichen Zubehörteilen und Befestigungen. Die Schienen verwenden die patentierten Magpul® M-LOK Schlitze, wie am Gewehr, also eine weitere sinnvolle Standardisierung. Für die Kabelführung über oder um den Helm herum stehen mehrere Befestigungspunkte zur Verfügung. Der O2-Clip-Anschluss ist mit den meisten Center-Release-Schnallen kompatibel.

Das stabile 3-Punkt-Montagesystem der Rail bietet eine feste, anpassungsfähige Plattform für die Montage einer Vielzahl von Zubehörteilen und Geräten.

Und so schaut das von innen aus. De facto wirkt die Rail recht massiv, hat aber durch die hohle Bauweise kaum Gewicht.

Blick im Detail. Erste Schraube vorne …

… zweite Schraube hinten, dazwischen zwei M-LOK Slots. Ihr braucht natürlich M-LOK Adapter für die Comtacs, wenn der Aktivgehörschutz am Helm montiert werden soll.

Der Steckplatz für die Sauerstoffmaske.

Unten dann die dritte Schraube und noch ein M-LOK Slot. Die Rail wirkt, wie gesagt, massiver als die von Ops-Core.

Blick von oben auf den Helm. Hier sehen wir nicht nur den Irokesen-Klett, der sich über den Helm zieht. Was nicht ganz Serie ist, sondern eine Zugabe von ACTinBlack: Die GearSkin Pre-Cuts sind Laser geschnittene, klebbare Cordurateile, die statt eines Helmbezuges auf den Helm geklebt werden können und auch wieder ablösbar sind. Ist praktisch, schaut super aus. Hier, wie ihr richtig erkannt habt, in Multicam. Aber es geht auch jedes andere Muster, das es von GearSkin gibt.

Zurück zum Helm: Hier eine Explosionszeichnung, die verstehen lässt, wie der FLUX tickt. Die Shell selbst hat keine gebohrten Löcher, die Schrauben werden in eigenen Slots montiert. So bleibt der Helm stabiler. Das Zwischenstück zwischen Helm und Rail kann getauscht werden, da gibt es – vor allem für den ballistischen Helm – Teile mit größeren Ohren, die die Schutzfläche vergrößern.

Das Haupt geneigt, Blick von oben auf den MTEK Flux Carbon. Klett und GearSkin bedecken den ganzen Kopfschutz.

Wie es sich gehört, ist da auch ein schönes Stück Bungee Cord, das von rechts und links zur Shroud kommt und als Stabilisator für ein montiertes Nachtsichgerät dienen kann. Bis zu der Verwendung wird vorne bei der Shroud eingehängt.

MTEK verlässt sich bei der Shroud auf den Klassiker von Wilcox. Besser geht nicht. Im Karbon hinter der Shroud ist das Logo von MTEK zu sehen.

Explosionszeichnung der montierten Wilcox Shroud.

Und hier mit einem Rhino, bereit zur Aufnahme des Nachtsichtgerätes. Die Shroud ist ebenfalls nicht durch den Helm gebohrt, sondern an einem hier sichtbaren Sockel am Helm angeschraubt.

Aber, wie unsere Freundin immer sagt, es kommt auf die inneren Werte an – bei MTEK heißt das „Fluxliner“. Und wenn ihr in den Nacken schaut, seht ihr, dass MTEK da auf eine verstellbare Größenverstellung beim Riemenzeugs verzichtet.

Alles eine Frage der Pads.Davon kommen ziemlich viele mit, damit der Helm gut sitzt. Hier ein gelöstes Nackenstück.

Und kleine Pads und Seitenteile.

Auf der Shell ist Velcro, da werden die Pads einmontiert. Zwei Sätze kommen mit.

Die Shell allein ist schon sehr ergonomisch angelegt und der Fluxliner™ gibt dem FLUX-Helm eine individuelle Passform mit hervorragender Stabilität, die vielen anderen Helmen fehlt. Die erste Schicht Schaumstoff hat eine hervorragende Schlagleistung. Zusätzlich zur Prallauskleidung enthält jeder FLUX-Helm zwei Sätze von Komfortpolstern in mehreren Stärken, mit denen der Träger die Inneneinrichtung so gestalten kann, dass sie perfekt und individuell passt. Die Cam-Lock-Verriegelung mit Inverseclip® sorgt für eine problemlose Installation und Anpassung. Die Befestigungspunkte der Riemen wurden auf die untere Ausdehnung der Schale abgesenkt, um eine maximale Vierpunktstabilität zu gewährleisten. Diese Konstruktionsmerkmale ermöglichen den Wegfall des Nackengurtes, was zu einer vereinfachten und leichten Begurtung führt.

Und so schaut die Befestigung der Riemen aus.

Hier erkennt der Betrachter gut den Schichtaufbau am Helm – Rails außen, Zwischenstück, Helmschale und Inverseclip® für die Befestigung des Riemens.

Ein kleines Stück Perfektionismus. Auch am Inverseclip® ist Klett, damit man mit Polster drüber gehen kann.

So schaut der Inverseclip® im Detail aus.

Hier nochmals ein Blick auf den Schichtaufbau auf der Shell.

Das Ganze ergibt einen prächtig sitzenden Helm mit einem einfachen Gurtsystem.

Das ist recht klassisch.

Sehr gute Schließen zum einhändigen Verändern der Länge.

Und natürlich doppelter Kinnriemen. Alles zusammen sorgt für den perfekten Sitz.

Eine Grafik sagt mehr als 1.000 Worte: so ist das System aufgebaut.

Der Klett gibt natürlich die Möglichkeit alles zu befestigen, was man auf den Helm bringen will. Hier ein Inforce Waffenlicht am Helm mit einer Fast Attach M-LOK Plate von Echoarms befestigt. Echoarms gibt es ebenfalls bei ACTinBlack.

Mit der Fast Attach M-LOK Plate und der Rail vom FLUX hat man als Standard am Helm M-LOK. HIER die SPARTANAT Review der Fast Attach M-LOK Plate. 

Da passen Lampen, Lichter, Batteriefächer, Flaggen, V-Lights und was ihr sonst noch alles droben haben wollt, auf den Klett des Helmes.

Das volle Paket: MTEK Flux Carbon mit Pads und Transportsack. (Das Licht muss man sich extra besorgen.)

FAZIT: Ein Highend-Karbonhelm von MTEK aus den USA, bisher sehr selten bei uns. Der Helm schaut nicht nur großartig aus, sondern man sieht auch, dass sich die Hersteller wirklich etwas gedacht haben. Für den Träger wohl am wichtigsten: mit dem Fluxliner kriegt man eine perfekten Sitz hin, dazu einfach Kinnriemen, das passt. Die Nachtsichtmontage von Wilcox hält Nachtsichtgerät, Licht oder GoPro stabil. Die Rails setzen progressiv auf M-LOK als Standard. Tolles Teil, echter Hingucker und großartig funktional. Wirkt angeblich gegen Kopfweh.

Den MTEK Flux Carbon bekommt ihr in Europa bei ACTinBlack. Der MTEK Flux Carbon kostet ab 1.088 Euro.

ACTinBlack auf der Enforce Tac 2019: Halle 12.0 / 12-235

ACTinBlack im Internet: actinblack.lu

Und so schaut der Helm im Transportsack mit MTEK Logo aus.