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Vom 9. bis zum 10. Oktober fand die Atlas Common Challenge 2018 statt — mit über 1.000 teilnehmenden Polizisten die größte Übung von Polizei-Spezialeinheiten der Europäischen Union.

Die Übung, an der 38 verschiedene Einheiten teilnahmen, bestand aus sieben Szenarien:

Beim ersten Szenario handelte es sich um eine Geiselrettung in der Ostsee. Daran waren Einheiten aus Deutschland, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Dänemark und Finnland beteiligt. Sie griffen zu Wasser und aus der Luft auf das Boot der Terroristen zu und retteten die Geiseln

Als nächstes beendeten Einheiten aus Frankreich, Spanien, Portugal, Italien und Belgien eine Flugzeugentführung in Spanien. Die Spezialisten testeten dabei neue Einbruchsmethoden, die einen schnelleren Zugriff auf das Ziel ermöglichen sollen.

In Polen galt es einen U-Bahn-Zug mit 500 Geiseln zu befreien. Beteiligte Nationen: Polen, Litauen, Lettland, Estland.

Das Szenario in der Slowakei war an die Anschläge in Paris 2015 angelehnt. Kräfte aus Österreich, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Tschechien mussten hier hunderte Geiseln aus einem Gebäudekomplex befreien. Die Spezialeinheiten gingen mit Helikoptern, gepanzerten Fahrzeugen und Fallschirmspringern vor.

Im fünften Szenario nahmen Terroristen Geiseln in Island und flüchteten in Richtung Nordirland. Polizisten aus Island, Irland, Nordirland und England neutralisierten die Gefahr.

In Deutschland war man mit einer Zugentführung und einer möglichen ABC-Bedrohung konfrontiert. Um die Erfüllung des Auftrags kümmerten sich Einheiten aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Italien. ABC-Spezialisten der französischen Antiterroreinheit RAID präsentierten dabei ihre Expertise.

Zu guter Letzt stoppten Einheiten aus Bulgarien, Rumänien, Zypern und Griechenland eine Busentführung von Nordgriechenland in die Ukraine.

Der wichtigste Erfolg der Übung bestand in der Festigung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit europäischer Polizei-Spezialeinheiten.

EUROPOL im Internet: www.europol.europa.eu