Das Deutsche Panzermuseum Munster wird mit acht Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt gefördert, um die Bewahrung der Objekte sicherzustellen und eine modernisierte Ausstellung zu ermöglichen.

Nach Jahren der Konzeptentwicklung und Überzeugungsarbeit, von Gremiensitzungen, Klinkenputzen und Vor-Ort-Gesprächen ist es nun endlich so weit, dass sich das militärhistorische Museum über Wahrnehmung auf Bundesebene freuen darf. Der Verteidigungsausschuss des deutschen Bundestages hat am 10. Oktober beschlossen, dass in den kommenden Jahren acht Millionen Euro im Panzermuseum in der Heidestadt Munster investiert werden.

Außergewöhnlich hohe Summe

„Eine derartige Summe ist außergewöhnlich für ein Haus wie unseres. Sie unterstreicht, dass die Politik sowohl den besonderen thematischen Stellenwert des Hauses als auch die faktischen Entwicklungen in der Museumsarbeit der letzten Jahre sowie die geschmiedeten Zukunftspläne anerkennt. Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung. Wir danken ganz besonders Lars Klingbeil der den entscheidenden Impuls gesetzt hat, und Johannes Kahrs, der sich als Streiter für dieses Projekt eingesetzt hat. Der Antrag wurde aber nicht nur von der SPD in den Ausschuss eingebracht, auch die CDU hat diesen mit gestellt, so dass unser Dank auch dieser Fraktion gilt.“ erklärt Museumsdirektor Ralf Raths die Hintergründe der Förderung.

In mehreren Gesprächen mit Abgeordneten der Linken und der Grünen hat das Museum die Umbaupläne auch diesen in Bezug auf Militärgeschichte traditionell eher kritischen Fraktionen schon vorgestellt und auch hier positive Signale erhalten.

Gesamte Ausstellung wird erneuert

„Ich rechne fest damit, dass der Bundestag in seinen abschließenden Haushaltsberatungen im November den Vorschlägen des Ausschusses folgen wird und damit der Weg dann endgültig frei ist”, so Lars Klingbeil (MdB) auf seiner Facebook-Seite.

Die drei alten Museumshallen sollen abgerissen und durch eine neue, große Halle ersetzt werden, die sich in das Bild der moderneren Hallen einfügt. Danach wird die gesamte Ausstellung erneuert; zudem Café und Shop modernisiert und ein Verwaltungsgebäude errichtet. Der Baubeginn soll Ende 2019 mit dem Abriss der maroden Hallen beginnen. Das Haus bleibt während des Umbaus geöffnet. Das Umparken der Großexponate wird für die Öffentlichkeit – wahrscheinlich meist durch Onlineevents – gezeigt.

Das Museum veröffentlicht die weitere Planungen für den Umbau kontinuierlich bei Facebook, bei Twitter, bei Youtube und auf der Homepage.

DAS PANZERMUSEUM im Internet: daspanzermuseum.de