Die Einsatzerfahrungen aus dem Ukrainekrieg zeigen, welch entscheidende Rolle Aufklärungsergebnissen in Echtzeit für die Operationsführung zukommt. Genau für diesen Einsatzzweck wurde die LUNA NG (Luftgestützte Unbemannte Nahaufklärungsausstattung – Next Generation) entwickelt. Rheinmetall präsentiert das innovative System an seinem Stand Dis G / 006 auf der ILA 2024.

Im September 2023 hatte Rheinmetall den Auftrag erhalten, das luftgestützte Aufklärungssystem LUNA NG an die Bundeswehr zu liefern. Es wird von den deutschen Streitkräften als HUSAR eingeführt. Insgesamt wurden zwölf Serien- und ein Pilotsystem bestellt. Das erste Seriensystem soll im zweiten Quartal 2025 ausgeliefert werden. Sie ist eines der neuesten Systeme zur unbemannten luftgestützten Aufklärung, Klassifizierung und Erkennung von Objekten.

Dank ihrer aerodynamischen, ultraleichten sowie hochstabilen Bauweise bewältigt die LUNA NG mühelos auch zwölfstündige Einsätze. Rheinmetall präsentiert die Drohne auf der ILA mit ihren Ausbaustufen zur Bekämpfung von Zielen und der Fähigkeit zum „Vertical Take-Off and Landing“ (VTOL). Die auf der ILA gezeigte LUNA NG mit Gleitbombe stellt eine von mehreren möglichen Konfigurationen dar. Die Rumpfstruktur der Drohne besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Neben einer langen Flugzeit bietet sie eine Datenlink-Reichweite von bis zu 150 Kilometern. Diese kann durch eine optionale SatCom-Ausrüstung auf eine Einsatzreichweite von etwa 500 Kilometern erhöht werden. Zudem verfügt die LUNA NG über eine Payload-Kapazität von 30kg und über zwei Nutzlasträume. Damit ist die Drohne eine Multi-Sensor Plattform, mit der sich verschiedene Fähigkeitsbeiträge von Aufklärung über Führungsfähigkeit bis hin zum taktischen Einsatz mit Wirkmitteln darstellen lassen.

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